Die Fachvorträge der DIAM 2017

Wie Armaturen schon in frühen Konstruktionsphasen ausgelegt werden - und welche Vorteile sich daraus ergeben

Mittwoch, 08.11.2017 um 10:30 Uhr
Dipl.-Ing. Marc Vidal / CADFEM GmbH

Für jeden am Entwicklungsprozess Beteiligten ist es wichtig, möglichst früh das Konzept zu verstehen und richtig bewerten zu können. Bei Armaturen betrifft dies Strömung, Festigkeit und Magnetik sowie Wechselwirkungen. Mit einer Simulation können Produktentwickler nicht nur frühzeitig in die Funktion der Armatur hineinschauen, sondern auch überzeugend ihr Konzept nach außen präsentieren. Im Rahmen des Vortrags diskutieren wir die Vorteile und Ansatzpunkte einer ganzheitlichen konstruktionsnahen Simulation für Unternehmen unterschiedlicher Größe und zeigen anhand der Software ANSYS AIM auf, wie und wie schnell wichtige Erkenntnisse gewonnen werden können im Hinblick auf: Strömungsverhalten; Druckverlust; Durchfluss; Temperaturentwicklung; mechanische Verspannung durch Druck und Temperatur; Kraftentwicklung in elektromagnetischen Stellgliedern.

How fittings can be designed early in the design phases - and the advantages that result

Wednesday, 08/11/2017 at 10.30 h
Dipl.-Ing. Marc Vidal / CADFEM GmbH

It is important for everyone involved in the development process to understand the concept as early as possible and to evaluate it correctly. This applies to flow, strength and magnetics, as well as interactions. With a simulation, product developers are able not only to look into the function of the fitting at an early stage, but also convincingly present their concept externally. Within the framework of the lecture, we will discuss the advantages and approaches of a holistic, design-oriented simulation for companies of various sizes. Using the ANSYS AIM software, we will show how and how quickly important findings can be gained with regard to: flow behavior; pressure loss; flow rate; temperature development; mechanical tensioning by pressure and temperature; and force development in electromagnetic actuators.


Auswirkung der Montagequalität auf die Dichtigkeit und Lebensdauer einer Flanschverbindung

Mittwoch, 08.11.2017 um 11:30 Uhr
Herr Alexander Korves / GAIST GmbH

Angefangen bei der Herstellung von qualitativ hochwertigen Dichtungsprodukten, über die Ermittlung von Dichtungskennwerten, die Auslegung und Berechnung der Verbindungen bis hin zur Schulung des Montagepersonals sollen all diese Bemühungen am Ende in einer dauerhaft dichten Flanschverbindung münden. Am Anfang der Montage dieser Flanschverbindung steht ein Drehmoment – und was kommt am Ende dabei heraus? Dieser Frage soll nicht nur theoretisch im Vortrag nachgegangen werden, sondern im Anschluss auch ganz praktisch. Für den eigenen Erkenntnisgewinn steht der mit Messtechnik ausgestattet mobile Flanschmontage-Prüfstand der Fa.

GAIST GmbH nach dem Vortrag zur Verfügung. Hier kann das Auditorium die Auswirkungen verschiedener Aspekte der Montage auf die Qualität und Dichtigkeit der Verbindung unmittelbar erleben.

Impact of assembly quality on the tightness and service life of a flange connection

Wednesday, 08/11/2017 at 11.30 h
Mr. Alexander Korves / GAIST GmbH

Starting with the production of high-quality sealing products, the determination of seal values, the design and calculation of the connections, and training of the assembly personnel, all these efforts must result in a permanently sealed flange connection. At the beginning of the assembly of this flange connection is a torque - and what comes out in the end? This question is to be pursued not only theoretically in the lecture, but also in practice. For further hands-on learning, a mobile flange assembly / test mount equipped with measurement instruments, provided by GAIST GmbH, is available after the lecture. Here the audience can directly experience the effects of different aspects of the assembly on the quality and tightness of the connection.


Warum gibt es für Sauerstoff-Armaturen besondere sicherheitstechnische Anforderungen?

Mittwoch, 08.11.2017 um 13:30 Uhr
Dr. Thomas Kasch / BAM – Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Armaturen bestehen üblicherweise aus metallischen Werkstoffen und enthalten in der Regel brennbare Materialien als Sitz- und Dichtungswerkstoffe. Daher ist die Gefahr eines Ausbrands dieser Armaturen grundsätzlich immer vorhanden. Der Vortrag zeigt die besonderen sicherheitstechnischen Anforderungen an Sauerstoff-Armaturen auf und stellt die gängigen Prüfverfahren der BAM sowie unsere Sicherheitsphilosophie vor. Außerdem soll dieser Vortrag dazu dienen, das für Hersteller und Anwender existierende Begriffs-Chaos von Zulassung, Prüfbericht mit Beurteilung und Zertifizierung zu beseitigen.

Why are there special safety requirements for oxygen fittings?

Wednesday, 08/11/2017 at 13.30 h
Dr. Thomas Kasch / BAM – Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Fittings are usually made of metallic materials and generally contain combustible materials for seat and sealing materials. Therefore, the danger of burnout of these fittings is always present. The lecture presents the special safety requirements for oxygen fittings and BAM’s usual test methods, as well as our safety philosophy. In addition, this lecture eliminates the existing conceptual chaos of approval, test report with assessment, and certification for manufacturers and users.


Simulation in der Armaturenentwicklung

Mittwoch, 08.11.2017 um 14:30 Uhr | Donnerstag, 09.11.2017 um 10:30 Uhr
Dipl.-Ing. Marc Vidal / CADFEM GmbH

Intuitive und selbsterklärende Simulation in Entwicklung und Konstruktion – auf der DIAM können Sie dies ausprobieren. Beim 90-minütigen Praxis-Workshop von CADFEM simulieren Sie selbst und blicken dabei hinein in eine Armatur um die mechanischen und strömungsdynamischen Vorgänge zu verstehen und systematisch zu verbessern. Ein Spezialist unterstützt Sie bei der Durchführung mit Rat und Tat. Beim Workshop werden Sie

  • eine Strömungs-/ Temperaturanalyse mit Übertragung der Wärme vom Fluid in die Apparatur durchführen,
  • die Strömungsverteilung, Druckabfall und die sich einstellende Temperatur ermitteln,
  • die resultierenden thermischen Spannungen berechnen.

So sehen Sie

  • den integrierten Arbeitsprozess für Strömung, Temperatur und Mechanik in ANSYS AIM,
  • die intuitive Verknüpfung verschiedener Physikdomänen in einer Simulationsumgebung.

Bei Interesse an diesem Workshop melden Sie sich bitte vorab bei Frau Sabine Schmitt (sschmitt@cadfem.de) und sichern Sie sich einen der begrenzten Workshop-Teilnehmerplätze.

Simulation in the development of valves

Wednesday, 08/11/2017 at 14.30 h | Thursday, 09/11/2017 at 10.30 h
Dipl.-Ing. Marc Vidal / CADFEM GmbH

Intuitive and self-explanatory simulation in development and design - at DIAM you can try this out. In the 90-minute practice workshop by CADFEM, you do the simulation yourself and look into a fitting in order to understand the mechanical and flow dynamics processes and systematically improve them. A specialist will help you with advice and assi

  • Perform a flow / temperature analysis with transfer of heat from the fluid into the apparatus
  • Determine the flow distribution, pressure drop and the set temperature
  • Calculate the resulting thermal stresses

As a result, you will see:

  • The integrated working process for flow, temperature and mechanics in ANSYS AIM
  • The intuitive linking of different physics domains in a simulation environment

 

 


Geothermiekraftwerke als Markt für die Armaturenbranche

Donnerstag, 09.11.2017 um 09:30 Uhr
Dr. Claus H. Heske / International Geothermal Office

Geothermie ist der Schlüssel zur Wärmewende, denn Erdwärme ist nachhaltig und überall verfügbar. Die Potenziale von tiefengeothermischer Fernwärme sowie Oberflächennaher Geothermie zur Beheizung und Kühlung von Gebäuden und Quartieren ermöglicht eine Wärmeerzeugung, die unabhängig von fossilen Brennstoffen ist. Die Nutzung der Wärme unter unseren Füßen trägt entscheidend dazu bei, dass die ambitionierten Klimaschutzziele erreicht werden und wir unseren Lebensstandard für unsere eigene und die Zukunft unserer Kinder erhalten können. In Deutschland sind derzeit 33 Tiefengeothermie-Anlagen in Betrieb die Thermalwasser zur Wärme und/oder Stromproduktion aus bis zu 4.650 m Tiefe fördern. Weitere 30 Anlagen sind in Planung. Die Stadt München will bis zum Jahr 2040 die erste deutsche Großstadt werden, in der Fernwärme zu 100 % aus regenerativen Energien gewonnen wird. Dazu setzen die Stadtwerke München in den nächsten Jahrzehnten in erster Linie auf die weitere Erschließung der Erdwärme. Die bis zu 160 °C heißen, aggressive Thermalwässer stellen dabei hohe Anforderungen an alle technischen Ausbauten, Rohrleitungen und Armaturen der Anlagen des Heiz-und/oder Stromkraftwerks, den Bohrungsausbau, die Pumpen und das Fernwärmenetz. Die Geothermiebranche ist daher auf entsprechend entwickelte, spezialisierte, hochwertige und wartungsarme Anlagenkomponenten angewiesen.

Geothermal power plants as a market for the faucet industry

Thursday, 09/11/2017 at 09.30 h
Dr. Claus H. Heske / International Geothermal Office

Geothermal energy is the key to heat conversion, since geothermal energy is sustainable and available everywhere. The potential of deep-geothermal district heating as well as surface-near geothermal energy for heating and cooling buildings and neighborhoods enables heat generation that is independent of fossil fuels. The use of heat under our feet is a key factor in achieving the ambitious climate protection targets and maintaining our standard of living for ourselves and the future of our children. In Germany, 33 deep geothermal energy plants are currently being used to promote the thermal water for heating and/or electricity production up to a depth of 4,650 m. A further 30 plants are planned by the year 2040. The city of Munich wants to become the first German city in which 100% of district heating is generated from renewable energy. To this end, Stadtwerke Munich will focus on the further development of geothermal energy in the coming decades.

The aggressive thermal water, heated up to 160° C, places high demands on all technical extensions, pipelines and fittings of the heating and / or power plants, the drilling system, the pumps and the district heating network. The geothermal industry is therefore dependent on appropriately developed, specialized, high-quality and low-maintenance system components.


Verdrahtungssysteme zur Ansteuerung von Aktuatoren und Positionserfassung von Ventilen

Donnerstag, 09.11.2017 um 13:30 Uhr
M.Eng. Jennifer Löhr / ifm electronic und Dipl.–Ing. Michael Strauss / ifm electronic

In diesem Vortrag werden zunächst die unterschiedlichen Möglichkeiten der Positionsrückmeldung von Ventilen erläutert. Am Beispiel von pneumatischen Schwenkantrieben wird ein Konzept zur Positionserfassung und Ansteuerung vorgestellt, dass die mechanischen Anforderungen der NAMUR Schnittstelle berücksichtigt. Die Basis des Konzeptes ist die Bündelung einzelner Armaturen zu einem Gesamtsystem und dessen Anbindung an einen beliebigen Feldbus. Die Lösung verbindet die Vorteile einer feldtauglichen Zweidrahtverbindung mit der universellen Anbindung an die Prozesssteuerung. Dabei erlaubt das Gateway neben einer schnellen und einfachen Konfiguration eine kontrollierte manuelle Betätigung der Armatur. Die Besonderheit des Verdrahtungssystems liegt in der IP-Schutzart und dem Verzicht auf Feldbusstecker. Armaturen können an beliebiger Stelle auch im Nachrüstfall hinzugefügt werden ohne dass zusätzliche Klemmstellen notwendig sind. Sowohl der Materialeinsatz als auch der Zeitaufwand werden durch diese Lösung erheblich reduziert. Die Topologie der Verkabelung folgt der Anlagenkonstruktion, somit entfallen zusätzlich Kabelpritschen. Das herstellerunabhängige System hat sich bereits in vielen Applikationen im Anlagenbau bewährt.

Wiring systems for actuation of actuators and position detection of valves

Thursday, 09/11/2017 at 13.30 h
M.Eng. Jennifer Löhr / ifm electronic and Dipl.–Ing. Michael Strauss / ifm electronic

In this presentation, the various possibilities for position feedback of valves are first explained. With the example of pneumatic rotary actuators, a concept for position detection and control is presented that takes into account the mechanical requirements of the NAMUR interface. The basis of the concept is the bundling of individual valves into an overall system and its connection to any fieldbus. The solution combines the advantages of a field-compatible two-wire connection with the universal connection to the process control. In addition to a quick and simple configuration, the gateway allows a controlled manual actuation of the valve. The special feature of the wiring system lies in its IP protection and the absence of a field bus connector. Fittings can be added at any point in the retrofit case without the need for additional clamping points. Both the material application and the time required are considerably reduced by this solution. The topology of the cabling follows the plant design, which eliminates the need for cable plugs. The manufacturer-independent system has already proven itself in many applications in plant construction.


Sicherheitseinrichtungen in der autogenen Schweißtechnik

Donnerstag, 09.11.2017 um 14:30 Uhr
Dipl.-Ing. Uwe Schulze / BAM – Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Sicherheitseinrichtungen in der Autogentechnik dienen der Absicherung von Schweißarbeitsplätzen und zentralen Gasversorgungen gegen Gasrücktritt, Flammendurchschlag und Nachbrand. Nur die richtige Auswahl an Geräten garantiert den gefahrlosen und erfolgreichen Einsatz. Im Gegensatz zu vielen anderen Produkten lässt sich die Produktqualität von Sicherheitseinrichtungen in der Autogentechnik leider nicht unmittelbar durch den Anwender feststellen. Erst im Falle einer Fehlbedienung oder Fehlfunktion des nachgeschalteten Verbrauchers erfüllt das Gerät seine bestimmungsgemäße Funktion. Deshalb ist es für den Anwender wichtig festzustellen, ob das von ihm eingesetzte Produkt die Anforderungen der zutreffenden Norm erfüllt und auch entsprechend gekennzeichnet ist. Weiterhin ist es wesentlich die vorgesehenen Fristen für wiederkehrende Prüfungen einzuhalten und Einsatzgrenzen zu kennen.

Safety devices in autogenous welding technology

Thursday, 09/11/2017 at 14.30 h
Dipl.-Ing. Uwe Schulze / BAM – Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Safety devices in the field of autogenous technology are used to safeguard welding workstations and central gas supplies from gas recoil, flame penetration and afterburn. Only the right choice of devices guarantees safe and successful use. In contrast to many other products, the product quality of safety devices in the field of autogenous technology cannot be determined directly by the user. The device fulfills its intended function only in the event of a faulty operation or malfunction of the downstream consumer. Therefore, it is important for the user to determine whether the product used complies with the requirements of the applicable standard and is also marked accordingly. Furthermore, it is essential to comply with the deadlines for recurring examinations and to know the limits of use.